Nicht kleckern, klotzen!

Kürzlich wurde ich von der befreundeten Galerie POPARTPIRAT zur Vernissage geladen. Bei Sektchen und Schnittchen konnte ich so als eine der ersten die brandneuen Werke von Jan M. Petersen bewundern, die so genannten „big ones”.

Ich bin schon lange eine Bewunderin seiner Kunst – nicht nur, weil ich Petersens „small ones” auch bei anna wand® anbiete Besonders mag ich, wie klar auf dem Punkt der Künstler seine Ansichten zum Weltgeschehen (egal ob man sie nun teilt oder nicht) als Kunst darstellt. Und das alles andere als lieblich: Seine Werke sind anarchistisch, provokant, subversiv, poppig und frech. Nicht zu vergessen böse – herrlich böse, wie ich finde. Als Werbetexterin liebe ich seinen Wortwitz, seine Wortspiele und Zweideutigkeiten, die in Kombination mit einem Bild Ironie vom Feinsten ergeben.

Und das schreiben die Galeristen vom POPARTPIRAT über Jan M. Petersen:

„Für die Ausstellung „big ones“ ist Jan M. Petersen seinem bisherigen Standardformat untreu geworden. Seit zehn Jahren lebt er vom Kleinformat, welches er in Editionen mit geringer Anzahl zu seinem Markenzeichen gemacht hat. Doch damit ist nun wirklich Schluss. Nach der eindeutigen Aufforderung der POPARTPIRATEN: „Make it big!“ konzentrierte sich Jan M. Petersen erstmalig und ausgiebig für eine Ausstellung ausschließlich auf größere Formate. Dieses „neue” Format stellt den Künstler vor unerwartete Herausforderungen: Der Entstehungsprozess verlangsamt sich – man kann nicht so schnell handeln. Aus der Natur der Sache heraus erzielen größere Formate eine andere Raumwirkung und dichtere Bildaussage. Funktioniert ein Petersen auch im Großformat? Bleibt das Charakteristische im Wesen seiner Arbeit erhalten? Selbstverständlich! Denn die Herausforderung in der Fläche bietet viel Raum für neue Experimente während der Gedankenarbeit zu seinen Bildern. Das Fremdgehen hat sich gelohnt, und die „Big Ones“ halten, was sie versprechen. Auf den großen Formaten treffen wir „alte Bekannte“ wieder. Die Themenpalette reicht von rasanten Rennwagen kombiniert mit scharfen Bräuten, platt gewalzter Kunst, Knaben in zweideutiger Pose bis hin zu schlichter Lyrik in lupenreiner Typoästhetik. Jan M. Petersen ist sich und seiner Kunst treu geblieben und hat trotzdem ein neues künstlerisches Kapitel aufgeschlagen.

Bei seinem Weg; seiner Art, Kunst zu machen, ist es ihm gelungen, einen völlig eigenen und unverwechselbaren Stil zu prägen. Seine Technik und sein Material: Auf Holzträgern wird mittels Transferdruck, Collage und Enkaustik gearbeitet, werden Fundstücke montiert, beschriftet und kommentiert. Alles jenseits gekaufter Bildträger, denn der Künstler fertigt die Bildträger allesamt einzeln an.”

Anm: Diese wunderbaren Bilder waren nur kurzfristig bei uns erhältlich.

Jetzt aber schnell: Jan M. Petersen „big ones” vom 05.12.09-16.01.2010

Pop Art Pirat

Galerie für Gegenwartskunst

Springelwiete 2 (im Sprinkenhof)

20095 Hamburg

Öffnungszeiten Mi.-Sa. 14:30-18:00 Uhr

Jan M. Petersen „Aufschnitt-Set”
Jan M. Petersen „Aufschnitt-Set”
Jan M. Petersen „hau wech den scheiss”
Jan M. Petersen „hau wech den scheiss”

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